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13.12.2017 : 21:41 : +0100

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Amtseinführung Bürgermeister Reiner Breuer in Neuss

Am Mittwoch, 21. Oktober, fand im Neusser Rathaus die Amtseinführung des neuen Bürgermeister und Verwaltungschef vor den Fraktionen und Mitarbeitern statt. Im Laufe seines ersten Bürgermeistertages stehen Besuche einzelner Abteilungen im Rathaus an. Am Nachmittag ist der neue Bürgermeister dann zusammen mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in Erfttal im Paul-Schneider-Haus und der Veranstaltung Pflegetreff im Kontakt Erfttal.

Nach der Urkundenübergabe
Rede mit Rathausschlüssel
Das Team des neuen Bürgermeisters
Gratulanten aus den Fraktionen
Voller Saal in Erfttal
Der Gesundheitsminister

Stadtbibliothek unterstützt Kampagne für besseres Onleihe-Angebot von E-Books

Bibliotheken ist es bisher nicht möglich, alle E-Books in ihr Sortiment aufzunehmen. Im Gegensatz zu anderen Medien wie etwa Büchern, CDs und DVDs kann eine Bibli¬othek ein E-Book nicht einfach erwerben, sondern benötigt eine Lizenz des Verlags. Einige Verlage vergeben jedoch keine Lizenzen an Bibliotheken. Um ihren Kunden ein größeres Angebot an E-Books in der Onleihe bieten zu können, unterstützt die Stadtbibliothek daher die Aktion „Online ausleihen – mein gutes Recht“ des Europäischen Bibliotheksverbandes EBLIDA. Gefordert wird die Möglichkeit für Bibliotheken, jedes E-Book zu fairen Preisen und Konditionen in ihr Sortiment aufnehmen zu können, und die Autoren mit einer angemessenen Bibliothekstantieme für die Ausleihe von E-Books in Bibliotheken zu entschädigen. Weitere Informationen zur Aktion sind unter www.bibliothekennrw.de erhältlich. Wer die Aktion unter-stützen möchte, hat hier die Möglichkeit, eine Petition zu unter-zeichnen. Diese fordert von der EU-Kommission ein präzises und aktualisiertes Urheberrecht, damit die Bibliotheken Bei E-Books das gleiche Angebot bieten können wie bei anderen Medien.

Nachschlagewerk Neusser Straßen

 „Namen sind Schall und Rauch“, lautet ein landläufiges Sprichwort –  das dies nicht unbedingt auf Straßennamen zutrifft, bewiesen jetzt der Leiter des Neusser Stadtarchivs,  Dr. Jens Metzdorf und seine Mitarbeiterin Sandra Gesell sowie Dr. Rudolf Goebels und Professor Werner Joel, beide von den Neusser Heimatfreunden. Sie arbeiten an einem Nachschlagewerk sämtlicher Neusser Straßen. In dem mehrere Jahre dauernden Pro¬jekt werden kurze Artikel zu allen Straßen mit Angaben zum Benennungsdatum, den Vorgängerbezeichnungen, den teilweise hochinteressanten Geschichten der Straßen und der Bedeutung des Namens erstellt. Bereits seit vier Jahren dauert die Recherche in historischen Ratsmitschriften, Karten, Stadtplänen und Akten. „Die erste Benennung von Neusser Straßen fand bereits im späten Mittelalter statt“, weiß Dr. Metzdorf zu berichten. Allerdings dienten diese Namen eher als Orientierung. Bisweilen ist der Ursprung des Straßennamens allerdings etwas schwieriger herauszufinden, so dass auf die Unterstützung von Heimatforschern zurückgegriffen werden muss. Dies nicht zuletzt, weil viele Straßennamen im Laufe der Jahre geändert wurden. Einer der Gründe war zum Beispiel das redundante Auftreten von Namen nach der kommunalen Neugliederung 1975. Oder die Straßen wurden einfach umbenannt, weil der Name nicht mehr zeitgemäß war, wie zum Beispiel im Falle des Neumarktes der früher Viehmarkt hieß. Das Werk soll bis spätestens 2011 im Buchhandel sein.
Quelle (PN/Sev)  

Neuer Name, erweitertes Angebot

Die Stadtbibliothek verbessert ihre Online-Ausleihe

Erstmals werden Medieninhalte direkt nach Hause geliefert – die Benutzer müssen sich keine Gedanken mehr über Fristen und Rückgabe machen. Vor gut zwei Jahren startete die Stadtbibliothek Neuss als eine der ersten Bibliotheken in Deutschland die Möglichkeit des befristeten Downloads von digitalen Medien unter dem Titel „Online-Bibliothek“. Das Angebot an Büchern, Filmen, Hörbüchern, Zeitungen und Zeitschriften wurde seitdem kontinuierlich ausgebaut. Um den quantitativen und qualitativen Zuwachs und die Gleichwertigkeit mit der „normalen“ Ausleihe zu verdeutlichen, wurde die virtuelle Zweigstelle der Bibliothek jetzt in „Onleihe Neuss“ umbenannt. Dieses Angebot ist an sieben Tagen der Woche fast rund um die Uhr verfügbar und für Kunden der Stadtbibliothek ohne Zusatzkosten unter der Internetadresse www.onleihe.de/neuss nutzbar.

Es gibt Zeitschriften wie den „Spiegel“, das „Manager-Magazin“ und die „Wirtschaftswoche“ und zudem sind auch Zeitungen wie zum Beispiel die „FAZ“, die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ oder das „Handelsblatt“ verfügbar. Es wird möglich, dass Bibliothekskunden morgens früh ab 6 Uhr, also noch bevor die Printausgabe erhältlich ist, bereits zuhause gemütlich beim Frühstück die Tageszeitung lesen können. Damit ist die Onleihe der aktuellste Nachrichtendienst. Zudem werden auch die elektronischen Bücher, Filme und Hörbücher ständig der Nachfrage angepasst. Besonders ausgebaut werden die Sachgebiete Gesundheit, IT, Bewerbung und berufliche Qualifizierung, die Kinder- und Jugendmedien sowie die Belletristik. Die Qualität der zur Verfügung stehenden Downloads hat sich nochmal verbessert. So werden Hörbücher jetzt mit größerer Datenübertragungsrate und somit besserem Klang übermittelt. Zwei weitere, wichtige  Vorteile: Im Gegensatz zu vielen Internet-Offerten sind die Angebote der Stadtbibliothek werbefrei und, was insbesondere Eltern beruhigen dürfte, völlig legal.

Quelle: (PN/Hüg).

Pilgerzeichen und Quirinusbecher

Für die Ausstellung „Nonnen, Bauleute, Pilger“ hat das Clemens-Sels-Museum Neuss jetzt originalgetreue Kopien von Pilgerzeichen zum Anstecken anfertigen lassen. Die Anstecknadel kostet 6,50 Euro. Vor rund 550 Jahren hatten fromme Wallfahrer in Neuss die Zinnmedaillen mit dem Bild des Heiligen gekauft und als Andenken mit in ihre Heimat genommen. Sogar aus dem fernen Schweden kamen im 15. Jahrhundert Pilger nach Neuss zu den Gebeinen des Heiligen Quirinus. Dies beweisen archäologische Funde mittelalterlicher Pilgerzeichen, die bei Örebro, in Småland und auf Gotland entdeckt wurden. In einer limitierten Auflage wurden außerdem 50 Trichterhalsbecher des 15. Jahrhunderts nachgebildet. Die nach historischen Vorbildern gearbeiteten Bierbecher tragen ein appliziertes Medaillon, auf dem eine Abformung des Neusser Pilgerzeichens zu sehen ist. Die im Mittelalter beliebten Steinzeugbecher wurden in einer Töpferei in Siegburg hergestellt. Heute wie damals kann man daraus sein Bier genießen. Der Quirinusbecher kostet 15 Euro. Diese originellen Geschenke sowie Publikationen zum Mittelalter und der aktuellen Jubiläumsausstellung „800 Jahre Quirinusmünster Neuss“, sind im Museumsshop, Am Obertor, zu den gewohnten Öffnungszeiten erhältlich.

Quelle (PN/Sev).

DRINCK VND EST, GOTS NIT FERGES

V.l.n.r.: Dr. Carl Pause, BM Herbert Napp, Dr. Thomas Ludewig stellten den Aufsatzband mit dem Titel „DRINCK VND EST, GOTS NIT FERGES“ (Trinkt und esst, vergesst aber Gott nicht!) jetzt im Clemens-Sels-Museum vor.

Das Clemens-Sels-Museum Neuss hat sich  Zusammen mit einem Team von Wissenschaftlern auf die Suche nach den spätmittelalterlichen Wurzeln der heutigen „food city neuss“ begeben. Die Ergebnisse sind jetzt in einem Aufsatzband mit dem Titel „DRINCK VND EST, GOTS NIT FERGES“ (Trinkt und esst, vergesst aber Gott nicht!) nachzulesen.

Die Frage, was Menschen in Neuss vor 500 Jahren aßen, war nur durch umfangreiche Quellenrecherchen zu beantworten, denn Kochbücher oder Speisepläne des späten Mittelalters oder der Frühen Neuzeit sind aus der Quirinusstadt nicht überliefert. Dabei lieferten nicht nur die Schriftquellen, sondern vor allem auch bei archäologischen Ausgrabungen entdeckte Keramikfragmente, Tier- und Pflanzenreste sowie Herdstellen Informationen über das in Neuss verzehrte Essen.

Heute ist die Stadt Neuss Standort marktführender Produzenten der Ernährungsindustrie. Die internationalen Verflechtungen dieses Gewerbezweiges verdeutlicht der Slogan „food city“. Fast alle heutigen Sparten der Neusser Ernährungsindustrie waren bereits vor über 500 Jahren vertreten. Zu ihnen zählen vor allem der Getreidehandel, die Sauerkrautproduktion und die vielen Mühlen, darunter seit dem 15. Jahrhundert auch viele Ölmühlen. Eine historisch bedeutende Rolle spielte das Brauereigewerbe, waren es doch vor allem die Neusser Brauer, die das heutige Altbier maßgeblich mitentwickelten. Mit den „Neusser Kuchen“ besaß Neuss sogar ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. Hinweise auf Lebensmittel zumeist finden sich in den schriftli-chen Überlieferungen des 15. und 16. Jahrhunderts nur indirekt. Eine wichtige Quelle für die Ernährung der Menschen in Neuss sind die Rechnungsbücher des Gasthauses zum Heiligen Geist. In dem Hospital der Stadt, in der Kranke, Arme und Alte betreut wurden, führte man nämlich über die Einnahmen und Ausgaben minutiös Buch. Die von 1581 an erhaltenen Rechnungsbücher liefern eine Fülle von Informationen insbesondere über die für die Versorgung der Bedürftigen gekauften Lebensmittel und die Bewirtschaftung der Ländereien des Hospitals. Auch in den Dokumenten des Pfarrarchivs St. Quirin in Neuss finden sich Angaben zu Lebensmitteln und Speisen. Ein umfangreiches Spesenbuch hält die im Herbst 1572 bei einer Reise von Stiftsangehörigen nach Boppard verzehrten Lebensmittel fest, während Rechnungen aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts Speisen auflisteten, die im Stift St. Quirin bei den Feierlichkeiten zur Wahl einer neuen Äbtissin auf den Tisch kamen. Auch viele Einträge der Neusser Stadtrechnungen und Akziseordnungen beziehen sich auf den Handel mit Getreide, Fleisch oder Hülsenfrüchten oder auf die Bewirtung von Gästen der Stadt. Konkrete Speisefolgen nennen hin-gegen die Zunftordnungen der Neusser Handwerker. Sie schreiben vor, was jeweils bei der Einführung eines neuen Zunftmeisters serviert werden sollte. Reste von Speisepflanzen haben sich in Neuss in vielen mit Abfall verfüllten Brunnen- oder Kloakenschächten erhalten. Als einer der Pioniere auf dem Gebiet der Archäobotanik hat der Neusser Biologe Karl-Heinz Knörzer in den 1960er bis 1990er Jahre eine große Menge pflanzlicher Reste aus Neuss untersucht. Seine Arbeiten werden heute vom Labor für Archäobotanik der Universität zu Köln fortgeführt. Bei den von der Neusser Bodendenkmalpflege seit Mitte der 1980er Jahren durchgeführten Ausgrabungen kamen auch Tierknochen in großen Mengen ans Tageslicht; sie geben Auskunft über den Fleischkonsum der alten Neusser. Über das in Neuss vorhandene Koch-, Vorrats- und Essgeschirr informieren gleichermaßen schriftliche und archäologische Quellen, die zwar unterschiedliche Informationen liefern, aber zusammen betrachtet ein gutes Bild von der Ausstattung der Neusser Küchen im 16. bis 17. Jahrhundert geben. Weiter Informationen im Internet unter www.clemens-sels-musuem.de.  Neuss (PN/Sev).

Alte Spiele neu entdecken

„Alte Spiele – neu entdecken“, ist der Titel einer kleinen Broschüre des Jugendamtes mit einer Sammlung von Kinderspielen, die Zeitlos sind und dennoch in Vergessenheit zu geraten drohen. „Spielen ist von besonderer Bedeutung…“, sagt Achim Tilmes der Leiter des Jugendamtes der Stadt Neuss. Mit der Ausbreitung der Computerspiele verringern sich die sozialen Kontakte und die körperliche Aktivität der Kinder zunehmend. Die Broschüre, die auf Anregung des Unteraus­schuss Kinder vom Kinderbüro entwickelt wurde wendet sich gegen diesen Trend und bietet Kindern neue Spielanreize mit altbewährten Inhalten. So beschreibt die Sammlung ebenso Lauf-, Fang- und Versteckspiele wie Abzählreime, Hüpf- und Hinkelspiele, Ballspiele, Kreisspiele oder Finger- und Hand­spiele. Es gibt zeitlose Spiele für drinnen und für draußen, viele haben sich über Jahrzehnte, teils über Jahrhunderte erhalten und erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Auch für El­tern ist diese Broschüre interessant, denn sie können so ihre eigene Kindheit wieder auferstehen lassen. Zu erhalten ist die Broschüre kostenlos über das Kinderbüro 02131/905190, auf der Internetseite der Stadt Neuss www.neuss.de oder beim Spielmobil.
(Quelle:PN)